LemaS-Tagung 2021 – Zum 7. Münsterschen Bildungskongress

Das Internationale Centrum Für Begabungsforschung (ICBF) ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Universitäten Münster, Osnabrück und Nijmegen, die es sich zum Ziel macht, das Wissen und die Erfahrung auf dem Gebiet der Begabungsförderung und -forschung zu vereinen. Im Rahmen des 7. Münsterschen Bildungskongress vom 22.-25.09.2021 mit dem Thema “Potentiale erkennen, Talente entwickeln, Bildung nachhaltig gestalten” hat auch das LemaS-PEP Projekt einen Vortrag sowie Workshop mit den Projektschulen gehalten.

LemaS-PEP: Workshop mit den Projektschulen

Die LemaS-Tagung beinhaltete neben vielen interessanten Vorträgen auch teilprojektspezifische Workshops. Das gab uns die Chance, mit allen 17 Projektschulen des Teilprojekt 19 zusammenzukommen.

Pandemiebedingt war es ein Großteil der Schulen nicht möglich, wie geplant mit PEP und meinPEP zu arbeiten. Das führt zu Neuorientierung und Aufstellungen in den Schul-Teams, sowohl auf Ebene der Lehrpersonen als auch auf der Schüler:innenebene. Der Fokus des Workshops lag daher auf der Planung der nächsten Schritte, der Identifizierung von möglichen Herausforderungen und Lösungsansätzen. Weiterhin ging es darum, inwiefern die Schulen bei dem Restart des Projektes Unterstützung benötigen.

Bedingt durch die Pandemie fand die Tagung digital durch ein interaktives Format statt, in dem die Schulen im sogenannten conceptboard arbeiten konnten. Hier wurde für jede Schule ein eigener eigener Arbeitsbereich vorbereitet, in denen sich die Schulen gezielte Notizen anfertigen konnte, die dann in einem Gallery Walk vorgestellt wurden. So hatte jede Schule die Möglichkeit, seine Anliegen vorzutragen und von uns und aus dem Plenum Feedback zu erhalten.

Diese Arbeit dient als Grundlage für das letzte vollständige Schuljahr, was anbricht und ist auch als Restart der Schulen gedacht. Seitens des PEP-Teams war diese Art der Aufarbeitung wichtig, um zu identifizieren, welche Schulen welche Hilfe benötigen, um dann gezielte in weiteren Anschlussgesprächen und Webkonferenzen den Weg ins letzte Schuljahr zu ebnen.

Vortrag im Call for Paper Programm: Gut geplant ist halb gefördert

Neben dem projektspezifischen Workshop wurde durch unser Projektteam ein Vortrag zum Thema “Gut geplant ist halb gefördert” gehalten. Der Vortrag war inhaltlich dreigeteilt: Zunächst ging es um die Vorstellung einer Dokumentenanalyse zur Förderplanung und Formulierung von Kritik und Lücken an bestehender Förderplanung. Der zweite Teil beinhaltete Ausführungen, die auf die bestehende Kritik eingingen und unsere Methode der personalisierten Entwicklungsplanung (PEP) als eine mögliche Lösung und Weiterentwicklung aufzeigte. Im Kern des Vortrags ging es um die Gestaltung von individuell fördernden Lehr-Lern-Settings durch die PEP. Die nachhaltige und langfristige Umsetzung von individueller Förderung stellt Lehrpersonen im schulischen Alltag jedoch immer wieder vor große organisatorische Herausforderungen. Daher wurde der Frage nachgegangen, welche Erfolgsfaktoren es für eine nachhaltige Gestaltung von individuell fördernden Lehr-Lern-Settings gibt und wie Lehrpersonen deren Relevanz bewerten. Die abschließende Präsentation erster Forschungsergebnisse zu den Erfolgsfaktoren von PEP in Schulen rundeten den Vortrag ab.

Nächste Schritte

Wie geht es nun weiter? Die nächsten Tage und Wochen sind gefüllt mit dem Sichten der Arbeitstbereiche der Schulen im Conceptboard. Hier wollen wir gezielt als LemaS-PEP Team die Herausforderungen der Schulen identifizieren und Unterstützung anbieten. Geplant sind außerdem weitere Anschlusstermine. Im Herbst 2021 wird die Arbeit der PEP und meinPEP wieder starten. Innerhalb des Projektes gehen die Vorbereitungen der anstehenden Netzwerktreffen im November 2021 und der Organisation sowie Durchführung der weiteren Begleitforschung los.