LemaS-PEP auf Tour – ein Resümee unserer ersten Schulbesuche

Seit November 2018 waren wir regelmäßig unterwegs, um alle Projektschulen unseres Teilprojektes LemaS-PEP erstmalig vor Ort zu besuchen und kennenzulernen. Rund 6500 km Wegstrecke später sind wir total begeistert von den vielfältigen Eindrücken und wertvollen Informationen, die wir sammeln konnten.

Unsere Projektschulen: viele Wege, ein Ziel

Zum Teilprojekt LemaS-PEP gehören nun 17 Schulen, verteilt über das gesamte Bundesgebiet: von der nördlichsten Schule (Niedersächsisches Internatsgymnasium in Esens), über die südlichste Schule (Alemannenschule in Wutöschingen) und die östlichste Schule (Emmy-Noether-Gymnasium in Berlin) und bis hin zur westlichsten Schule (Gymnasium der Stadt Alsdorf). Bei unseren Besuchen durften wir die Lehrerinnen und Lehrer vor Ort kennenlernen und wir gewannen umfangreiche Einblicke in das Schulleben, in die Schulkultur und die Organisation der einzelnen Partnerschulen. Zudem konnten wir uns einen ersten Überblick über die Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Bedarfe für die gemeinsame Arbeit im Projekt verschaffen. Unsere Projektschulen unterscheiden sich darin zum Teil erheblich. Diesen Umstand betrachten wir jedoch nicht nur als Herausforderung, sondern wir sehen in der Vielfalt unserer Projektschulen vor allem auch eine wertvolle Ressource und einen enormen Gewinn für unser Projekt. Denn das, was alle Schulen und auch uns verbindet, ist ein gemeinsames Ziel: “Die individuelle Entwicklung von Schülerinnen und Schülern basierend auf ihren Begabungen in Zukunft noch besser zu unterstützen”.

Unser Tool-Szenario: ein Ansatz, zwei Varianten

Der persönliche Erstkontakt mit den Schulen war uns von Anfang an wichtig, um den konzeptionellen Rahmen abzustecken und gemeinsam in die Projektarbeit zu starten. Nachdem wir einen Eindruck aller Schulen bekommen haben, ist klar: Wir brauchen ein Konzept, welches Raum lässt, verschiedene Umsetzungen der digitalen personalisierten Entwicklungsplanung zu pilotieren. Die Schulkonzepte unserer Projektschulen sind zu unterschiedlich, um alle Kernaspekte innerhalb eines Tools abbilden können. Nach unseren Schulbesuchen wussten wir, dass es aufgrund der Vielfalt der Schulen nicht möglich ist, im Rahmen des Projekts die “eierlegende Wollmilchsau” unter den technischen Tools zu pilotieren. Um der Vielfalt an Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Bedarfe der Schulen gerecht zu werden, setzen wir daher nun auf eine zweigleisige Herangehensweise.

Das Basiscamp – Formularbasierte PEPs in der Cloud

Zum einen wollen wir zukünftig eine Basis-Variante anbieten, die inhaltlich adaptierbar und technisch niedrigschwellig ist. Diese Herangehensweise bezeichnen wir als “Basiscamp”. Der Einsatz der PEPs kann in dieser Variante weitestgehend unabhängig von infrastrukturellen sowie technischen Ressourcen (wie z.B. Verfügbarkeit von Breitband-Internet, mobilen Endgeräten oder schuleigenen Software-Lösungen) erfolgen. Diese Basis-Variante wird von unserem Team in Leipzig bereitgestellt und zusammen mit den “Basiscamp-Schulen” (weiter-)entwickelt.

Ein Expeditionscamp – Integration einer digitalen Entwicklungsplanung in bereits vorhandene Schulspezifische Tools

Zum anderen wollen wir die Implementierung der Entwicklungsplanung in bereits bestehende digitale Software-Lösungen begleiten. Diese Herangehensweise nennen wir “Expeditionscamp”. Diese Variante umfasst Schulen, die bereits über eigene, lang erprobte und im Schulalltag fest verankerte, digitale Infrastrukturen verfügen. Diese Schulen werden als ” Expeditionscamps” ihre bestehende schuleigene Softwarelösung für die Umsetzung von PEP mit unserer wissenschaftlichen Begleitung und Unterstützung (weiter-)entwickeln und pilotieren.

Alle im Rahmen des Projektes entwickelten Lösungen werden selbstverständlich für andere Schulen importierbar aufbereitet. Damit wollen wir sicherstellen, dass die Schulen zum Ende des Projekts zwischen verschiedenen Varianten zur Umsetzung von PEP wählen können. Durch dieses zweigleisige Vorgehen versprechen wir uns, dass verschiedene Software-Lösungen entstehen, die der Vielfalt unserer Schulen gerecht werden.


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